Wieso gehen viele Kaufhäuser pleite? – Niveau B1
Publicado por ibarracz en junio 16, 2009
Viele Kaufhäuser wie Hertie haben im Moment große Probleme. Das liegt daran, dass immer weniger Menschen gerne in Kaufhäusern einkaufen.
Kannst du dir vorstellen, dass ein Geschäft “Garn-, Knopf-, Posamentier-, Weiß- und Wollwarengeschäft Hermann Tietz” heißt?
Du kennst den Namen Hermann Tietz bestimmt abgekürzt – da heißt er nämlich: Hertie. Das Geschäft mit dem langen Namen war der Vorgänger der Kaufhauskette Hertie. Und damit beginnt die Geschichte der Kaufhäuser in Deutschland:
Alles war schön billig
Eröffnet wurde es 1882 in der Stadt Gera. Das liegt im heutigen Bundesland Thüringen. Zu kaufen gab es alles rund um Bekleidung. Das Neue an diesem Geschäft war, dass die Preise sehr niedrig waren. Dafür mussten die Kunden aber auch sofort mit Bargeld den angegebenen Preis bezahlen.
Damals war es nämlich üblich, dass die Leute im Laden entweder den Preis herunterhandelten oder „anschreiben“ ließen. Das heißt, sie bezahlten erst später, wenn sie genug Geld zusammenhatten. Bis dahin wurden alle nicht bezahlten Sachen auf einem Zettel aufgeschrieben
Immer mehr Waren kamen in die Regale
Mit dem Bargeld konnte der Inhaber seine Waren billig und in großen Mengen einkaufen. Wegen des großen Erfolges weitete das Kaufhaus sein Angebot bald aus. Von Spielsachen bis zu Kochtöpfen – nun mussten die Menschen für alles nur noch in ein Kaufhaus gehen.
Bis in die 80er Jahre im vergangenen Jahrhundert hatten die Kaufhäuser eine richtig gute Zeit. Immer mehr Kaufhäuser eröffneten und die Besitzer verdienten damit richtig viel Geld.
Das Internet macht Kaufhäusern zu schaffen
Doch dann kamen die großen Kaufhäuser nach und nach aus der Mode. Experten vermuten, dass sie nicht mehr genug besondere Dinge anbieten, wie zum Beispiel ausgefallene Kleidung. So etwas war früher nämlich beinahe nur im Kaufhaus zu bekommen.
Auch das Internet ist zu einer Konkurrenz für die Kaufhäuser geworden ist. Da muss man ja nicht in die Stadt und kann einfach alles per Mausklick bestellen. Und umtauschen kann man die Sachen auch.
Aus: www.lilipuz.de
Leseverstehen – Fragen zum Text

